Artgerechte Fütterung japanischer Koi

Artgerechte Fütterung japanischer Koi

Gutes Koifutter ist in Kombination mit optimaler Wasserqualität, einer der Schlüsselfaktoren in der erfolgreichen Koihaltung, denn: Eine an die Bedürfnisse der Koi angepasste  Ernährung bildet in Kombination mit optimalen Wasserwerten die Basis für gesunde und Vitale Nishikigoi. Der Markt bietet heute ein nahezu  unüberschaubares Angebot an Futtersorten, sodass es speziell für Anfänger schnell zur Herausforderung wird, das richtige Futter für ihre kostbaren Fische auszuwählen.

SANAKO KOI  empfiehlt: Ichiban – die Nummer 1 unter den Futtersorten

Dieses Koifutter unterstützt nicht nur gesundes Wachstum, sondern sorgt gleichzeitig auch für eine optimale Farbausprägung. Durch den Einsatz dieser vielseitig zusammengesetzten Qualitätsnahrung unterstützen Sie die Vitalität ihrer Koi nachhaltig.

Welches Futter zu welcher Jahreszeit?

Koi sind Warmwasserfische und  zählen zu den wechselwarmen Tieren. Das bedeutet, dass der Stoffwechsel von der Umgebungstemperatur gesteuert wird. Mit steigender Wassertemperatur nimmt auch der Appetit der Koi, welcher bei 22-24°C seinen Höhepunkt erreicht und beinahe unstillbar scheint, zu. Doch nicht nur der Appetit sondern auch die Leistung des Verdauungssystems wird von der Wassertemperatur beeinflusst. Zur optimalen Energieversorgung ist es notwendig die Nahrungszusammensetzung der Stoffwechselaktivität anzupassen.

Hierbei gilt:
Bei Temperaturen unter 15°C: leicht verdauliches Futter mit einem Proteingehalt von etwa 30%
über   15°C: energiereiches, mit Spirulina angereichertes Futter mit einem Proteingehalt um die 36%

Sind sie noch auf der Suche nach dem passenden Futter für die aktuelle Jahreszeit? Wir beraten Sie gerne kostenlos!

Wie viel Futter braucht ein Koi?

Wie zuvor bereits erwähnt, ist der Stoffwechsel und somit auch der Energiebedarf der Koi von der Wassertemperatur abhängig. Die empfohlene Futtermenge bezieht sich auf die Optimaltemperatur von 22°C und wird bei steigenden, bzw. sinkenden Temperaturen wie in der Grafik „Wassertemperatur/Futtermenge/Fütterungshäufigkeit“ entsprechend verringert. Doch nicht alle Koi brauchen gleich viel Futter, denn mit steigendem Alter sinkt der Futterbedarf der Fische. Jungfische bis zum ersten Lebensjahr sollten, um ihr Wachstumspotential optimal entfalten zu können, täglich 5% ihres Eigengewichts an proteinreichem Futter zu sich nehmen. Möchte man bei Tosai (einjährigen Koi) rasches Wachstum erzielen, empfehlen Spezialisten bis zu 3% des Körpergewichts täglich zu füttern. Ältere Nishikigoi mit einem Alter von 5 oder 6 Jahren benötigen für optimales und gesundes Wachstum bis zu 2% des Körpergewichts an hochwertigem Koifutter. Fische die bereits ins Alter gekommen sind und ihr Wachstumspotenzial bereits ausgeschöpft haben, sollten der Gesundheit zu liebe, sparsamer gefüttert werden. Eine Futtermenge von bis zu 0,5-1% des Körpergewichts ist vollkommen ausreichend.

Futterbedarf nach Koi Alter

 

Wie schwer ist ein Koi?

Um den Futterbedarf ermitteln zu können ist es eine Grundvoraussetzung das „Besatzgewicht“ im Teich, also die Masse jedes einzelnen Koi, zu kennen. Da man einen Koi nicht einfach mal schnell auf die Waage stellen kann, wird die Länge des Fisches in Verbindung mit der Formal Fischgewicht in Gramm = k*Länge³/100 zur Gewichtsbestimmung herangezogen. Wobei „k“, der Korpulenzfaktor das Körpervolumen beschreibt. Männlichen, schlanken Koi wird ein Korpulenzfaktor von 1,5 zugeschrieben. Die Masse von weiblichen Koi in Normalform und mit Laichansatz wird mit 1,7 bzw. 2,0  als „k“ berechnet.

Folgende Tabelle beinhaltet bereits für Sie ermittelte Gewichtsangaben:
Koi Größe/Gewicht

 

Wie oft füttert man seine Koi?

Die goldene Regel hierbei lautet: Lieber mehrere kleine Portionen, als eine große Menge aufeinmal!
Durch die Fütterung von mehreren kleinen Portionen wird nicht nur das Verdauungssystem gleichmäßiger beansprucht, sondern auch eine gestreckte, schlanke Körperform gefördert.
Junge Fische dürfen prinzipiell etwas öfter, als ältere gefüttert werden. Bei einer Wassertemperatur zwischen 20 und 24°C können es bis zu 8 Portionen täglich sein.

Folgende Grafik zeigt die Beziehung zwischen Wassertemperatur, Futtermenge und Fütterungshäufigkeit.
WT-FM-FH

 

Füttert man Koi auch im Winter?

Die Fütterung von Nisikigoi im Winter ist ein unter Koispezialisten heiß diskutiertes Thema. In vielen Fachbüchern wurde die Meinung verbreitet: „Koi darf man unter 10°C nicht füttern“. Diese Meinung hat durchaus seine Berechtigung, denn in vielen Teichen wurde die Filterung des Wassers über die Wintermonate eingestellt. In diesem Fall würde sich die Fütterung der Teichbewohner negativ auf die Wasserqualität und somit auch auf das Wohlbefinden der Koi auswirken. Heute laufen aber an den meisten Teichen die Filteranlagen schon das ganze Jahr durch und es besteht somit die Möglichkeit die Fische auch im Winter mit der benötigten Energie zu versorgen.

Doch die Fütterung bei Wassertemperaturen unter 10°C lässt sich in keiner Weise mit jener der Sommermonate vergleichen. Der Stoffwechsel  ist bei diesen Wassertemperaturen auf ein Minimum reduziert und kann sogar bei zu viel Futter überlastet werden. Die goldene Regel der Winterfütterung lautet: “Weniger ist mehr!“ Bieten Sie ihren Fischen 2 Mal pro Woche so viel Futter an, wie sie in maximal 2 Minuten aufnehmen können. Vergessen Sie aber bitte nicht darauf – der Fisch bestimmt ob er gefüttert werden möchte. Nehmen die Fische das angebotene Futter nicht mehr auf, stellen Sie bitte die Fütterung ein.

 

Nun noch ein Beispiel der Futterberechnung für einen gut eingelaufenen Koiteich bei 22°C Wassertemperatur mit dem Ziel das Wachstumspotential optimal auszuschöpfen:

  • Datenerfassung und Gewichtsermittlung:
    Gewichtsermittlung Koibestand
  • Berechnung der benötigten täglichen Futtermenge um gutes Wachstum zu erzielen:
    16.578 g Besatzgewicht * 2% = 16.578 * 0,02 = 332 => 332 g Futter/Tag

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass die eingesetzte Futtermenge immer mit der Filterkapazität und der Wasserqualität konform gehen muss. Wird diese über einen längeren Zeitraum überschritten, kann das die Gesundheit der Koi gefährden.

Man sollte meinen Fische füttern sei keine Wissenschaft. Sollten sie es aber zur Wissenschaft machen wollen, haben Sie nun die dafür nötigen Informationen.

LWB Ing. KOLMAR Georg
Hauptplatz 14, A-2440 Moosbrunn
Email: office@sanako-koi.com | Telefon: +43 (0)660 25 35 004