Geschichte der Koi

Geschichte der Koi

Ursprung bunter Karpfen

Über den Ursprung japanischer Koi, wie wir sie heute kennen, gibt es viele Geschichten und Vermutungen. Bereits 500 vor Christus wurden Farbkarpfen zum ersten Mal in der Literatur erwähnt.  Es war der erste Sohn des Philosophen Konfuzius, welcher vom Herzog Lu Zhao Gong einen solchen farbigen Karpfen zur Geburt geschenkt bekommen hat. Schon damals symbolisierten Koi Glück, Erfolg, Tapferkeit und ein langes Leben.

Als der Karpfen zum Koi wurde

Der Karpfen, welcher ursprünglich aus Zentralasien stammen soll, gelang vor tausenden Jahren über China nach Japan. Dort wurden Koi (Magoi) zu Speisezwecken in den Reisfeldern und Stauseen, welche der Bewässerung der Felder dienten gehalten. In den Wintermonaten hälterte man die Fische in einem Holzbottich im Keller. Vermutlich waren es Kinder die den Anstoß zur Koizucht lieferten. Den Erzählungen nach sollen sie zu dem einen oder anderen Karpfen, welche sich durch seine rotbraunen Wangen oder Brustflossen von den Anderen unterschied, eine Beziehung über die Wintermonate aufgebaut haben. Diese Fische wurden, den Kindern zu liebe, natürlich nicht geschlachtet und durften sich im Frühjahr fortpflanzen. Durch diese künstliche Auslese manifestierte sich das farbige Merkmal in den Genen. Die Flossen wurden roter und die Pigmente spalteten sich weiter auf. Diese Fische waren seit Anbeginn begehrt und erzielten am Markt hohe Preise. So weitete sich die Zucht der Nishikigoi rasch aus.

Koi in der Nachkriegszeit

Die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges spielten sogar in der Geschichte der Koi eine entscheidende Rolle. Der Kaiser plädierte die durch Bombenschäden zerstörten Terrassen möglichst rasch wieder instand zu setzen und Reis für die Ernährung der Bevölkerung anzubauen. Doch Anfang der 60er Jahre gab es große Überproduktionen, welche sich negativ auf die Produktpreise auswirkten. Der Kaiser hatte bereits das wirtschaftliche Potential der Koizucht erkannt und förderte den Umstieg der Reisbauern zu Koizüchtern mit attraktiven Ausgleichszahlungen für stillgelegte Reisfelder. So wurden gleich in drei Regionen Reisfelder ausgekoffert um sie für die Aufzucht von Nishikigoi zu nutzen. Bereits 1963 soll der Züchter Suzuki aus Jundaira das erste Koihaus zur Überwinterung der Fische gebaut haben.

Nishikigoi erobern die Welt

Mitte der 60er Jahre begann in Japan der Boom um die heiß begehrten Nishikigoi. Oft wurden die Fische bereits auf ihrem Weg ins Fischhaus von einem Händler gekauft, sodass der Züchter manchmal nicht einmal in der Lage war diese vom LKW abzuladen.

Anfang der 90er verschob sich das Gleichgewicht zwischen inländischer Nachfrage und dem Bedarf ausländischer Märkt. So konnten die Züchter den gesunkenen inländischen Absatz mit steigenden Exportzahlen kompensieren.

Erfreulicherweise steigt in Europa die Beliebtheit der  Zierkarpfen mit der majestätischen Ausstrahlung immer noch. Die zutraulichen Fische werden oft sehr schnell zum „Familienmitglied“ und sind nicht nur bei Allergikern eine beliebte Alternative zu Hund, Katz und Co.

LWB Ing. KOLMAR Georg
Hauptplatz 14, A-2440 Moosbrunn
Email: office@sanako-koi.com | Telefon: +43 (0)660 25 35 004